Forschungsraum Beziehungsfähigkeit
Ein begleiteter Gruppenraum für Elternpaare, die verstehen wollen, was in ihren Beziehungen wirklich passiert und wie sie dauerhaft etwas verändern können.
- live online mit Teresa und Jens Heidegger
- Start: 22. Juni 2026
Um Paardynamiken aufzulösen braucht es einfühlsame Begleitung - aber auch Wissen.
Viele Paare erleben in den Einzelsitzungen zum ersten Mal: Unsere Konflikte sind nicht einfach so festgefahren, wie sie sich anfühlen. Sie haben eine Logik – und sie haben mit unserer Geschichte zu tun, mit Überforderung, alten Beziehungserfahrungen und mit Mustern, die oft schon lange in uns wirken.
Gleichzeitig entsteht häufig der Wunsch, mit diesen Themen nicht allein zu bleiben.
Deshalb gibt es den Forschungsraum Beziehungsfähigkeit: einen sechsmonatigen Erfahrungs- und Reflexionsraum für Paare und Elternpaare, der unsere Einzelbegleitung ergänzt und vertieft.
In einer festen Gruppe schauen wir über den Zeitraum von 6 Monaten auf typische Dynamiken in Paar- und Elternbeziehungen: Streit, Rückzug, Scham, Überforderung, emotionale Reaktivität und auf die Frage, wie Beziehung auch unter Stress lebendig bleiben kann.
Der Raum ist auch offen für Menschen, die bereits an anderer Stelle Paartherapie machen und sich mehr Gemeinschaft, Resonanz und gemeinsames Lernen wünschen. Es geht nicht darum, alles „richtig“ zu machen. Es geht darum, sich selbst, die eigenen Muster und die gemeinsame Dynamik tiefer zu verstehen.
Durch die gemeinsame Arbeit wird erfahrbar: Ihr seid mit euren Herausforderungen nicht allein. So entsteht ein Raum für Mitgefühl, Ehrlichkeit, Humor, Entwicklung und Beziehung auf Augenhöhe.
Die Teilnahme ist als Paar oder allein möglich.
Eigenständigkeit in Bezogenheit lernen
- Wer bin ich eigentlich jenseits meiner Rollen in Beziehung und Familie – und was brauche ich wirklich?
- Was bedeutet eine „erwachsene“ Beziehung? Und woran merken wir, dass wir eher aus alten Verletzungen als aus dem Hier und Jetzt reagieren?
- Wie können wir uns tief verbunden fühlen, ohne uns gegenseitig einzuengen, zu kontrollieren oder emotional abhängig zu werden?
- Warum verlieren wir in Beziehungen oft den Blick für den anderen Menschen – und sehen stattdessen unsere Erwartungen, Ängste und alten Geschichten?
- Wie lernen wir, Konflikte auszuhalten, ohne uns anzugreifen, zurückzuziehen oder uns selbst zu verlieren?
- Was bedeutet radikal einfühlsame Selbstverantwortung in Beziehungen – und wie kann Beziehung zu einem Ort werden, an dem neue Erfahrungen möglich sind?
Die Themen & Termine des Forschungsraumes
Ich in Beziehung
Zu Beginn geht es um dich selbst: Was wünscht und erhoffst du dir eigentlich in Beziehung?
Was sind grundsätzlich deine Bedürfnisse und was kennst du an Möglichkeiten, sie dir zu erfüllen?
Was machst du, wenn sich deine Bedürfnisse oder auch bestimmten Vorstellungen in Beziehung nicht erfüllen? Wirst du dann laut oder ziehst dich zurück, nörgelig?
Und wie gut funktioniert das, also führt dich das zum Ziel? Falls nein: was könnte besser funktionieren?
Der erste Abend dient vor allem der Selbstreflexion.
Montag, 22.06.26 20.30h – 22.15h online Zoom
Mein altes Beziehungs-programm
Auch hier geht es zunächst wieder ganz allein um dich.
Was hast du in deiner Kindheit gelernt und erfahren in Bezug auf Bedürfnisse wie Nähe und Geborgenheit, dich in deinem autonomen Ausdruck unterstützt zu wissen? Wie willkommen waren deine Gefühle, dein Nein zu bestimmten Dingen? Und was a´hast du aus all diesen Erfahrungen gelernt über Beziehung?
Und wie gestaltet sich aus diesen Erfahrungen heraus euer „Tanz“, eure gemeinsame Dynamik in der Beziehung heute?
Samstag, 11.07. 26 10-13h & Montag, 03.08.26 20.30h – 22.15h Online Zoom
Der Samstag findet in versetzten Gruppen statt, so dass ein Elternteil bei den Kindern sein kann.
Erwachsen werden in Beziehung
Wir alle sehnen uns nach Liebe, Nähe und einem Menschen, der wirklich für uns da ist. Gleichzeitig erleben wir im realen Leben immer wieder, dass unser Gegenüber nicht so reagiert, wie wir es uns wünschen oder erhoffen.
Wie können wir mit den Unvollkommenheiten realer Beziehungen sein, ohne ständig am anderen zu ziehen, zu kämpfen oder ihn verändern zu wollen? Und wie vermeiden wir es gleichzeitig, in Rückzug oder Resignation zu fallen?
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie mehr innere Eigenständigkeit entstehen kann, ohne dabei die Sehnsucht nach Nähe und Verbindung aufzugeben
Samstag, 12. 09. 26 10-13h (in versetzten Gruppen) online Zoom
Lernen, den anderen hinter seinen Strategien zu sehen
Wir können unsere Beziehungspartner:innen nicht ändern. Und so schmerzhaft das manchmal ist: Es ist immens wichtig, genau das zu akzeptieren.
Was wir aber lernen können: den anderen Menschen tiefer zu sehen als das, was er oder sie oberflächlich tut, sagt oder unterlässt.
Wenn wir beginnen, hinter Angriff, Rückzug, Kontrolle, Anpassung oder Verschlossenheit die Verletzlichkeit des anderen wahrzunehmen, entsteht oft etwas Neues: mehr Mitgefühl, mehr Wahrheit und manchmal wieder ein erster echter Kontakt.
Montag, 05.10. 20.30 – 22.30h online Zoom
Echte Empathie, Reparatur, Verzeihen
Viele Menschen wünschen sich, wirklich gehört und verstanden zu werden – und gleichzeitig fällt genau das in nahen Beziehungen oft schwer. Besonders dann, wenn alte Verletzungen berührt werden, geraten wir schnell in Rechtfertigung, Schuldgefühle, Lösungen, Abwehr oder Angriff.
In diesem Modul erforschen wir, wie echte Empathie und Reparatur möglich werden: Wie können wir offen für die Erfahrung des anderen bleiben, ohne uns selbst zu verlieren? Wie übernehmen wir Verantwortung, ohne in Schuld zu versinken? Und wie kann Verzeihen entstehen, wenn Verletzungen oder viele Scherben da sind?
Dabei geht es nicht um ein schnelles „Ist schon okay“, sondern darum, einander und uns selbst menschlicher sehen zu lernen – auch dort, wo wir unbewusst, automatisch oder verletzend reagiert haben.
Montag, 02.11. 26 20.30h – 22.15h online Zoom
Was uns als Paar konkret im Alltag hilft
Beziehungsfähigkeit zeigt sich nicht nur in den großen Gesprächen, sondern vor allem im Alltag: Haben wir Zeiten, in denen wir uns wirklich begegnen? Gibt es kinderfreie Räume, in denen wir nicht nur funktionieren? Wie bleiben wir als Eltern ein Team, auch wenn wir unterschiedlich ticken?
In diesem Modul geht es um konkrete Formen von Beziehungspflege: Beziehungszeiten, Austauschrituale, Wertschätzung, Elternsein als Team, faire Absprachen und die Frage, wie Paare auch im vollen Alltag kleine Räume für Kontakt, Ehrlichkeit und Nähe schaffen können.
Dies ist das Modul, wo wir unsere Beziehung als gelebte Praxis erklären, die und hilft, erwachsen zu werden. Dann sind Konflikte nicht mehr unangenehm sondern Möglichkeiten, sich tiefer kennenzulernen…
Montag, 30.11.26 20.30h – 22.30h online Zoom
Was erwartet euch in der Zeit?
- Es wird ein intimer, gemeinsamer Lernraum geschaffen, der es euch ermöglichen wird, zu sehen, dass eure so individuell scheinende Dramatik in ihren Grundzügen auch andere kennen.
- Ihr bekommt vor jedem Livetreffen ein Video, in dem wir das jeweilige Thema besprechen und erlebbar machen mit Szenen aus dem realen Beziehungsalltag.
- In den Livesitzungen gehen wir auf eure Fragen ein und schaffen Räume für Integration.
- Ihr bekommt nach jedem Treffen eine Inspiration mit, um das Erfahrene in eurem Alltag zu vertiefen.
- Gesamt schaffen wir einen traumasensiblen Forschungsraum, in dem wir erleben, was es heißt, in einem größeren Zusammenhang eingebettet zu sein.
- Wir bilden Diaden für einen kontinuierlichen Forschungsaustausch zu deinem Beziehungsalltag.
- Wir haben eine gemeinsame Chatgruppe für unsere Gruppe, die wir während der gesamten Zeit begleiten.
- Alle teilnehmenden Paare und auch Einzelpersonen haben Exklusivrecht auf begleitende Einzelsitzungen mit Jens und/oder Teresa (sind nicht im Preis inkludiert).
Für wen ist der Kurs?
- Menschen, die lernen wollen, sich erwachsen auf ihre Mitwelt und speziell den anderen Elternpart zu beziehen
- Menschen, die dafür bereit sind, ihren eigenen Kindheitsschmerz zu fühlen und ihn ganz zu sich zu nehmen.
- Paare, die eine Sehnsucht nach einer sehr tiefen Verbindung haben, in der sich beide frei fühlen.
- Der Kurs ist v.a. konzipiert in Kombination mit persönlicher Begleitung - als Paar aber auch allein. Er bietet viel theoretisches Wissen, was wir brauchen um aus unseren Dynamiken auszusteigen
- Wenn du oder ihr Interesse habt, teilzunehmen schreibt uns kurz eine Email: info@transparents.net
Stimmen von Paaren, die wir begleitet haben
Teresa und Jens Heidegger
- Wir sind seit neun Jahren ein Paar, leben als Patchworkfamilie mit unseren beiden Söhnen (14 und 11) in Überlingen am Bodensee.
- Die Dynamik von „Vorwurf und Rückzug" kennen wir aus unserer eigenen Beziehung gut – und konnten dank unserer Erfahrung mit NARM früh verstehen, was da in uns wirkt. So entstanden immer wieder Raum und Mitgefühl für die dahinterliegenden Gefühle.
- Es ist für uns ein Geschenk, andere Paare dabei zu begleiten, sich für sich selbst und füreinander zu öffnen.
- In unserer Arbeit verbinden sich Jens’ Erfahrung als NARM-Therapeut und Teresas langjährige Praxis in Elternbegleitung und Gewaltfreier Kommunikation.